Der damals 27jährige Jungunternehmer, der mit einem Angestellten den Sprung in die Selbständigkeit wagt, setzt zugleich Maßstäbe, an denen sich die Firmenpolitik über ein Jahrhundert hinaus orientierte. So widmet sich Rudolf Flume von Anfang an auch dem Aufbau einer Schmuckabteilung, deren Außendienst bald mit 14 »Reiselagern« die Fachgeschäfte besucht und, wo immer sich technische Neuerungen anbahnen, bestrebt ist, diese für die Uhren- und Schmuckindustrie nutzbar zu machen.

Im Herbst 1911 kommt schließlich ein »Mammutwerk« auf den Markt, das am besten verdeutlicht, welche umfassenden Leistungen die Firma bereits zur damaligen Zeit zu bieten hat. In dem mehr als 1000 Seiten starken Katalog zum 25. Jubiläum ist von A-Z, von Abdampfschalen, Ankerrädern und Aufziehwellen bis hin zu Zifferblättern und Zusammenstellungen von Sortimenten und Werkzeugen erstmals alles lückenlos beschrieben und abgebildet, was das Fachgeschäft an Ausrüstung braucht.

Es ist das große Verdienst von Walter Flume und Emil Ziegler, die Probleme zweier Weltkriege und der Rezession dazwischen erfolgreich gemeistert zu haben. Ab 1951 legten sie gemeinsam mit Fritzheinrich Pachnio die Grundlagen für die heutige moderne Entwicklung des Unternehmens.
Aufgrund der anhaltenden Konsumzurückhaltung und der schlechten Konjunkturprognosen wird die Schmuck GmbH bereits 1997 wieder liquidiert. Lukas von Cranach und Rudolf W. Flume, der Urenkel des Firmengründers, treten in die Geschäftsleitung ein und konzentrieren die Ziele Flumes wieder auf das Kerngeschäft, den Technik-Handel.
Im Jahre 2004 wurde Flume in die Wagner-Unternehmensgruppe eingegliedert und bekam mit Dirk Langmann nicht nur einen neuen Geschäftsführer sondern auch eine strategische Neuausrichtung. Hauptziel ist es, neben der Wirtschaftlichkeit, eine größere Nähe zum Kunden herzustellen und dem Bedarf des Fachhandels nach einer kompetenten Rundum-Betreuung gerecht zu werden.